25./26.07.2009
Hat leider etwas länger mit dem Moskau-Bericht gedauert….War schon mitten im Sommer. Na ja, schlechter (oder auch besser…)wird er dadurch auch nicht.
Im Vorfeld wurde über ne Visa-Agentur in Mannheim das nötige Touristenvisum bestellt. Kostete um die 50€, einfach in google „Russland Visum“ eingeben. Da kommen genug Agenturen. Preise liegen meist so zwischen 50 und 55€. Ihr erspart Euch den Gang zum Konsulat, zudem braucht Ihr Euch nicht um eine Einladung kümmern.
Morgen also ab zum Frankfurter Airport, ein paar Lufthansa – Meilen geopfert und für 100€ nach Moskau geflogen. Am Flughafen Domodedovo angekommen mit dem Aeroexpress in Richtung Zentrum. Der Zug braucht 40-50 min., fährt alle halbe Stunde und schlägt mit 250 Rubel zu Buche.

Für die Zeit hatte ich mich im „Izmailova Hotel“ einquartiert. Preis fürs Einzelzimmer 40€ die Nacht inkl. Frühstücksbuffet, zudem Safe, WLAN und den ganzen Plunder. Liegt zentral am Izmailovsky – Park und ist das alte Olympiadorf aus 1980. Metro ist direkt in der Nähe, zudem Restaurant, Kneipe, alles da. Hab das Teil über Hotels.com gebucht. Zimmer war wirklich 1a.
Am nächsten Tag gings erst mal zum Luzhniki-Stadion. Vorverkauf für CSKA v Spartak hatte begonnen. Bin mit nem CSKA-Fan ins Gespräch gekommen. Der hat gemeint, dass es am Spieltag keine Karten mehr gäbe – in etwa all ticket…Ansonsten super Einblicke in die russische Fanszene erhalten. Wie es auf Auswärtsspielen ist, wer der Hauptfeind ist usw. Ticketkauf hat dann auch geklappt, danach gings zum Sightseeing in dieser mördergeilen Stadt und später zum meinem ersten russischen Spiel:
Lokomotiv Moskau v Dinamo Moskau 1:1
Gutes Bullenaufgebot am Ground, benachbarte Kneipe schenkte ne Stunde vor Anpfiff leider kein Bier mehr aus…Reibereien gabs keine zwischen Loko und Dinamo. Das Stadion selbst funkelnagelneu. Bis ich auf meinem Platz war, wurde ich 3 x kontrolliert. Unter den über 15.000 Zuschauern waren ca. 2000 die es mit den Gästen hielten. Stimmung sehr gut. Loko-Anhang mit Dauersupport. In der gegenüberliegenden Kurve noch ne separate Gruppe von Lokomotiv. Wie man später erfuhr hatten die leichte Meinungsverschiedenheiten mit der Hauptkurve.
Spiel an sich endete friedlich unentschiedenen. Nach dem Match gings wieder weiter mit dem Sightseeing und später in ein Restaurant, wo ich mit n paar Bier den Tag ausklingen ließ.

CSKA Moskau v Spartak Moskau 1:2
Für den nächsten Tag hatte ich mich in einer Metrostation mit dem CSKA-Fan vom Vortag verabredet. Davor war wieder mal der rote Platz Pflicht, wie auch das Lenin – Mausoleum. Geschichte pur!
Treffen mit dem neuen Kumpel klappte auch, also ab zum Luzhniki, dem alten Olympia-Stadion von 1980.
Diesmal wurde ich sogar 4 x kontrolliert und durfte wieder durch die obligatorische Metallschleuse, bevor ich in der CSKA-Kurve war. Unter den 58000 drückten mehr als die Hälfte den Roten die Daumen. Vor dem Spiel auch nette Choreos. Spartak mit einer Blockfahne, CSKA statt Pappen Stoffstreifen am in die Höhe halten. Ergab den Schriftzug „Warriors“, die Hauptgruppe des alten Armeesportclubs. Sieg ging mit 2:1 an Spartak, zwischenzeitlich wurden 2 Spartak-Leute „höflich“ aus der CSKA-Kurve gebeten. Tja Jungs, in der gegnerischen Kurve kann Torjubel ungesund werden…
Nach dem Spiel gelang es uns von dem Riesenbullenaufgebot abzusetzen.
Nach dem Spiel gings zum Highlight des Tages. Zuerst mit mittlerweile 2 Russen und einer Russin in ein….bayrisches Restaurant. Nach ner Stunde kam dann das erste Bier….mussten es wohl erst noch aus München einfliegen…Zum Glück wechselten wir die Lokalität und begaben uns in ein russisches bzw. ukrainisches Restaurant. Hier wurde ich dann nach alle Regeln der Kunst in die russische Kunst des Wodka-Trinkens eingeführt…Trainieren der richtigen Atemtechnik, was man isst und was nicht und, und, und… wurde ganz übel….Gastgeschenke in Form eines CSKA-Schals gabs auch noch…irgendwann wurde ich in ein Taxi gesetzt und wurde am nächsten Tag auf meinem Bett wach…Zum Glück hatte ich den Flieger nicht verpasst., der mich heil heim brachte. habe auch heute noch gute Kontakte nach Moskau. Beim nächsten Besuch geht’s aber mit zu nem Auswärtsspiel.
Nastrovje!
Frankie

