Bettkantengeschichten aus Suedamerika

Filed under: Argentinien, Paraguay, Südamerika, Uruguay by: Stefan

11. – 15.11.2009

34. Argentino de Merlo – FC Midland 1:1
Freitag gings dann zum 4. Ligisten nach Merlo, das von der Station Once nach 45 Minunten erreicht wurde. Der Taxifahrer fuhr mich dann fuer keine 2 Euro zum Ground. Rund um den Ground steht die Zeit wohl seit ein paar Jahrhunderten still. Uebelste Strassen, die vom Regen ueberflutet waren, relativ “unmodernde” Haeuser uns anstatt das Auto zu nutzen, “fuhr” man lieber mit dem Esel. Ich konnte die herumstreunenden Hunde fast gar net mehr zaehlen, so viel waren es. Man fand hier fast nichts, ausser ner Art Imbissbude und die ist der “Knaller”. Die Bar wurde in ner Art Garageneinfahrt gebaut. Ist nen Familienbetrieb. Der Mann bruzelt das Fleisch und die Wurst, seine Frau hat die Aufgabe, minuetlich ihm seinen Mate (arg. Nationalgetraenk, so ne Art Tee)zu bringen. Hygiene wird hier nicht gross geschrieben und so wird das Messer auch mal weitergenutzt, wenns auf dem dreckigen Boden faellt, ohne es vorher zu saeubern. Das Fleisch wurde dann per Hand vom Mann weich geklopft, natuer
lich waren die Haende ungewaschen*g* Der Mann selbst hatte ein adidas Shirt an, dass wohl mal weiss war*g*Phantastischer Laden. Das lies ich mir net nehmen und probierte sowohl die Wurst als auch und das Fleisch. Mit ner Liter Flasche Quilmes ists auch zu ertragen. Nach und Nach kam dann die Kundschaft an, die nicht besser aussah als die Gegend. Rotwein gabs auch, und zwar stilecht ausm Tetrapak, was die Kundschaft auch sehr zu schaetzen wusste*g* Spaeter kam auch noch der Sohn an, der als “Kellner” diente. Was ne geile Bude!!!! Gluecklich gings dann zum Ground. Stadion ist ne Bruchbude, Hinchada waren wenig, aber sehr gut. Leider konnte die Imbissbude nach Spielende nicht mehr besucht werden, da es am gleichen Tag noch 11 Stunden lang mitn Bus nach Uruquay/Montevideo ging.

35. River Plate (Montevideo) gg L. D. Quito
Um ca 8 Uhr morgens kam man in der Hauptstadt Uruquays an. Heute stand das Halbfinal Hinspiel der Copa Sudamericana zwischen River Plate (nicht zu verwechseln mit dem Team aus Argentinien) gegen den Vertreter Ecuadors an. Da das Spiel erst um 21:15 Uhr stattfand, hatte man viel Zeit die Stadt zu erkunden. Mankel riet mir zum Mercado de Puerto zu fahren. Liegt am Hafen und ist so ne Art Markthalle mit vielen vielen Restaurants und Grills. Der Taxifahrer fuhr mich dann fuer 2 Euro zu diesem Platz, ja glaubte man, aber simselabim, mit einen Knopfdruck wurde die Rechnung dann mehr als verdoppelt. Ist wohl aber normal hier, zumindest zeigte er mir ne Art Tabelle. Die Halle mit den Restaurants und Grills ist auf alle Faelle sehenswert, ueberall wurde der Ofen angefeuert und die Fleischlappen, Wuerste und alles andere wurde draufgeschmissen. Im Gegensatz zu Argentinien ist das aber so ca 30 Prozent teurer und so musste man auf Supermarktwuerste umsteigen. Das ganze Land ist hier t
eurer als Argentinien, vieles um die 50 Prozent, zb, Busfahrt, Internet, Lebensmittel)Die Stadt ist auch net wirklich der Knaller, relativ unsepektakulaer. Mehrere Stunden vorher gings dann mit Taxi zum Ground von River Plate, da man auf mehreren Internetseiten las, dass sie im eigenen Ground spielen wuerden. War aber dann doch net so. Das Spiel fand dann im Nationalstadion “Centenario” statt, dass man jedoch noch locker erreichen konnte. Der Ground ist riesig und vom Busbahnhof ca. 10 Minuten Fussweg entfernt. Insgesamt verliefen sich ca 8 000 Zuschauer. Anhaneger von Quito waren wohl um die 50, jedoch war da keiner darunter, der direkt aus Ecuador kam. River hatte nen Block voll Leute, Support gab es aber nur von ca. 100 Leuten. Anfangs etwas Rauch und ein paar Boeller und ubers Spiel ein bissl Singsang. Wenn man vorher wochenlang in Argentinien war, ist das so als ob man ein Spiel von der TSG Woersdoofspor sah*g* Ok so schlimm wars dann doch net*g* Nach Spielende gings i
m Laufschritt zum Busbahnhof und von da aus wieder 11 Stunden zurueck na BA.

36. Sportivo Luquene – Tacuary FC 2:0
In BA angekommen wurden zwecks Tickets noch mehrere Vereine angefaxt, bevor man am Busbahnhof auf Herrn Roesch wartete, der gestern von FFM nach BA geflogen ist. Es sollte gemeinsam nach Paraquay gehen. Irgendwann kam er dann auch in seinem “polnischen Sommeroutfit” an, jedoch ohne Gepaeck. Der alte Mann war “entkraeftet” und zog es vor in BA zu bleiben. So gings dann allein Richtung Asuncion. Die Busfahrt werde ich auch net vergessen. Ca. 2 Std. nach Abfahrt schuettete es ganz ganz uebel. Strassen waren ueberschwemmt und der Bus hielt erstmal ne Stunde im Nirgendwo. Irgendwann gings dann aber weiter. abends dann tausende von Blitze am Himmel, obwohl es gar net so viel geregnet hat. An der Grenze auch wieder Terror. Keiner wusste gar nichts. Bevor ich meinen Ausgansstempel auf arg. Seite hatte, bekam ich den Einreisestempel von Paraquay….sensationell. Nach ca 2 Std gings dann weiter und wenig spaeter war man auch nach 21 stuendiger Busfahrt in Asuncion angekommen. Die Fahrt
kostete ca. 25 Euro. Das Wetter war uebelst heiss, das Thermometer zeigte um 9 Uhr morgens 35 Grad an und so fuehlte man sich auch. Der Taxifahrer fuhr mich dann fuer 5 Euro ins vorher gebuchte Hostel “Black Cat”. was ich nur empfehlen kann. Familaere Simmung, 9 Bett Zimmer mit Klimaanalage, Bierverkauf und grossem Fernsehzimmer. Das Nationalstadion kann man in 25 Minuten zu Fuss erreichen, als auch den Ground von Olimpia. Mit Bus gings dann ins 1 stuendig entfernte Luque. In der Naehe befindet sich auch der Flughafen, als auch das Verwaltungsgebaeude des sueamerikanischen Fussballverbandes. In Luque selbst ist fast jeder Pfosten in Vereinsfarben (blau-gelb) angemalt, sogar Baenke und einige Taxis. Da noch Zeit war trank man noch 3 Bier und ass nen richtig guten Burger. Alles zusammen keine 5 Euro. Preislich gesehen nimmt sich Asuncion von BA nicht viel. Essen wohl etwas billiger, Taxis etwas teurer, so ist zumnindest mein Eindruck. Das Thermometer zeigte nun 42 Grad und nach 3 Bier fuehlte man sich dementsprechend. Man goennte sich die teuerste Eintrittskare auf der Haupttribuene, was am Ende 4 EUro hiess. Alle anderen Plaetze ca 1,50 Euro. Bier gibts auch in Paraquay nicht im Stadion!!!!!!!! Der Ground selbst ist geil, 20 000er in blau und gelb, nur die Zuschauerzahl war megaenttaeuschend. Gerade mal 600 Besucher, wobei ca 80 Leute waehrend des ganzen Spieles gut supporteten. Auswaertsfans Fehlanzeige. Nach Spielende gings zurueck ins Hostel, um eigtl. todmuede ins Bett zu fallen. Ja eigtl. doch ein Maedel im Zimmer war zu suess, um schon ins Bett zu gehen. Sie hiess Emma Saez Lopez und kam aus Spanien. Suesses Ding, ich sags doch immer wieder, Spanierinen sind geil. Man unterhielt sich lange mit ihr. Sie arbeitet eigtl. in BA fuern paar Monate und dann weiss sie noch net was sie machte. Spaeter kam noch Tom ins Zimmer, Englaender aus Glouchester. Als ich ihn fragte, was sein Verein in England ist und er sagte “Leeds United” wollte ich ihn fa
st schon bespringen*g* Emma war jetzt erstmal “gestorben” und ich unterhielt mich mit Tom, welche Vereine wir hassen. Ja und wir hatten den selben Geschmack. Fuck off Chelsea, Manu and Millwall. Am Ene einigten wir uns, dass alle engl. Vereine scheisse sind, bis auf Leeds und Newcastle. Tom hatte mal nen Geschaeft in England, dass aber pleite ging. Als Trost ist er jetzt auf grosser Reise und das schon seit 18 Monaten. Angefangen in Istanbul, gings ueber den Iran, nach Pakistan, Bangladesh und Indien, weiter nach Mexico und halb Mittelamerika, kurze 2 Monate*g* in Kolumbien und jetzt hier und da mal ein paar Wochen in andere Lander!!! Krank aber geil!!! Wenn er Zeit hat, schaut er sich auch Fussballspiele an, so sah er nen Laenderspiel in Honduras und mehrere Spiele in Komumbien. Komlumbien war sein Favoritenland auf der Tour. Wenn er net gerade unterwegs ist, schaut er sich ca. 15-20 Leeds Spiele im Jahr an……Alter warum bist du keine Frau?*g* Als er dann pennen gegangen
ist, wurde dann noch mit Emma in der Bar ein Bier getrunken. Leider ist das Maedel vergeben….na ja zumindest ist se jetzt in facebook an mich “gebunden”*g*. Um ca. 1 Uhr gings dann totmuede ins Bett.

37. Olimpia – Cerro Porteno 1:2
Heute stand der Classica aufn Programm. Am Morgen fruehstueckte man noch mit Emma, die dann Asuncion verliess, um wieder nach Arg zu gehen. Das Spiel fand im Nationalstadion statt. Die Rezeptionsunschi meinte, am Stadion selbst gibts keine Karten zu kaufen, nur am Stadion von Olimpia selbst. Also gings mit William, nem Froschfresser aus Lyon, zum genannten Stadion. Iregendwie mag ich keine Franzosen, allein der Akzent ist Horror und das ganze Auftreten von dem Pack zum Kotzen. Karten bakam man dann fuer ca. 6 Euro auf der Gegengerade. Die Franzecke liess man dann links liegen und so gings mit Leeds-Tom zum Stadion. Es regnete an diesem Tag ohne Ende, ununterbrochen. Wir erreichten das Stadion ne Stunde vor Spielbeginn. War schon gut was los und man genehmigte sich mehrere gegrillte Felischspiesse, die fuer 35 Cent zu haben waren. Die Kurve von Olimpia war brechend voll, die Kurve von Cerro gut gefuellt, jedoch net 100 Prozent. Die Tribuenen selbst nur zur Haelfte gefuellt. La
g wohl am Wetter als auch am Tabellenstand. Dritter gg Achter. Auf alle Faelle war die Stimmung gut, anfangs Olimpia sehr geil, die auch frueh in Fuehrung gingen. In der 2. HZ drehte dann Cerro auf und ging mit 2:1 in Fuehrung. Cerro nun am Abdrehen, jedoch hielten die Hinchada von Olimpia immmer dagegen. Cerro war dann 20 Min in Unterzahl, 2 rote Karten, innerhalb kurzer Zeit, doch konnten sie das Spiel trotz allem gewinnen. Nach Spielende blieb es dann ruhig. Fazit…Classico ist auf alle Faelle sehenswert, 2 geile Fanszenen, gutes Stadion und lecker Fleischspiesse*g*Am Ende warens dann 9 Stueck, die ich verzehrte*g*

Heute (Montag) ist spielfrei. Man wird in Asuncion noch bis Do bleiben , bevor es nach BA zurueckgeht.

Gracias
Stefan